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Verfahrensschritte der Produktionswasseraufbereitung einer geschlossenen
Kreislaufanlage in der Aquakulturtechnik
Der Bedarf an Fischeiweiß übersteigt das
weltweite Angebot in zunehmendem Maße. Dies führte u. a. zur Überfischung
der Weltmeere. Mit der Produktion von Zuchtfischen in sog. offenen
Freiland-
® Aquakulturen, wie sie z.B. in Skandinavien und Schottland zur
Lachszucht betrieben werden, erfolgt eine starke Belastung der
natürlichen Wasserressourcen über
®
Nährstoffeinträge (Stickstoff,
Phosphor, organische Stoffe usw.). Zusätzlich müssen verstärkt
Medikamente (®
Antibiotika) eingesetzt werden. Schädigungen der
angrenzenden
® Ökosysteme sind die Regel.
Eine Alternative zu o.g. Produktionsweise bilden Aquakulturen im
geschlossenen Wasserkreislauf bzw. Kreislaufanlagen. Dabei werden die
endlichen Wasserressourcen soweit wie möglich geschont. Systembedingt
benötigen geschlossene Aquakulturen einen Wasseraustausch von täglich
bis zu 10% bezogen auf das Anlagenvolumen. Herzstück bildet die
Reaktionsstufe, meistens als biologische Aufbereitungsstufe ausgeführt.
Sie arbeitet nach dem Prinzip der
® biologischen Abwasserreinigung. Die
gezielte Entfernung von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphorverbindungen
ermöglicht die hohe Recyclingrate des Zuchtwassers.
Grundsätzlich ist eine
®
Kreislaufanlage als
eine Einheit zu betrachten, d. h. alle Komponenten müssen aufeinander
abgestimmt sein. Auch die Futtermittel und Wasserreinigung sollten
aufeinander abgestimmt sein. Je nach Einsatz von Futtermitteln und
Futterverwertung ist z. B. mit einer mehr oder weniger großen Partikelfracht zu rechnen. Bis zu 60%
der eingesetzten Fischfuttermenge kann als Feststoffe in die Produktionswasseraufbereitungsstufe gelangen. Dies kann zu Problemen in
der biologischen Stufe führen. Weiterhin werden mit dem Futter weitere
Stoffe (Mg, Fe, Cu etc.) in das Produktionswasser eingetragen. Bei
geschlossenen Kreislaufanlagen mit sehr geringem Wasseraustausch ist hier
mit einer Aufkonzentrierung diverser Stoffe zu rechnen. Der Messtechnik
kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zur Überwachung der
Wasserqualität zu.
Bild 1: Mögliche Verfahrensschritte und
Komponenten einer Kreislaufanlage

Vorbehandlung

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