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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Tropfkörperverfahren
Das Topfkörperverfahren ist ein Verfahren zum Reinigen von Abwasser.
Das Verfahren wird schon seit der Jahrhundertwende in der
® Abwassertechnik eingesetzt. Ein Tropfkörper besteht meistens aus einem
zylindrischen Behälter/Bauwerk und ist mit speziellen Füllkörper (z. B.
Kunststoffelementen) gefüllt. Das Abwasser rieselt gleichmäßig verteilt
über die Füllkörper, welche mit einem Biofilm (®
Biozönose)
überzogen sind. Die ®
Bakterien
verarbeiten die gelösten Wasserinhaltstoffe im Idealfall zu Wasser und
Kohlendioxid. Stickstoffverbindungenverbindungen werden nitrifiziert
(®
Nitrifikation).
Um ein Verstopfen des Tropfkörpers durch übermäßiges
Bakterienwachstum und Feststoffe zu verhindern ist eine gewisse Durchlaufmenge an
Abwasser als Spülkraft nötig. In Abhängigkeit von der
Abwasserkonzentration und dem Füllmaterial kann eine Rücknahme von
gereinigtem Abwasser nötig sein.
Der erforderliche Sauerstoff wird vom Abwasser beim Durchrieseln des
Tropfkörpers aus der Luft aufgenommen. Im Normalfall reicht die normale
Umgebungsluft für die Bakterien, nur selten wird eine künstliche
®
Belüftung
benötigt.
Beim Durchfließen des
Abwassers durch den Tropfkörper lösen sich Bakteriengruppen und
verunreinigen das Ablaufwasser mit ungelösten Partikeln. Diese werden in
nachgeschalteten Nachklärbecken oder Sieben abgeschieden.
Damit ein Tropfkörper nicht
durch Grobstoffe und andere Partikel Verstopfen, ist eine effektive
Abwasservorbehandlung unbedingt nötig. Eine Tropfkörperanlage besteht
deshalb meistens aus einer Vorbehandlungsstufe, dem Tropfkörper und
einer Nachbehandlung.
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