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Schleppnetz
Das Schleppnetz (engl. trawl),
niederdeutsch
Kurre, ist ein langes trichterförmiges Netz, dass
Fischfangboote
(u. a.
® Trawler)
bei der Seefischerei hinter sich her ziehen. Diese Netze sind so grobmaschig,
dass kleine Fische durch die Maschen hindurch schwimmen können und nicht
gefangen werden.
Fische die am Meeresgrund leben (Lotten, Sankt-Peter-Fische, Dorsche,
Plattfische oder Langustinen) werden mit
Grundschleppnetzen
gefangen, die über
den Meeresboden schleifen.

Mit diesem Schleppnetz werden bodenlebende Fische wie
Heilbutt, Scholle und Kabeljau gefangen. Der Trawler schleppt an den
Kurrleinen (1) mit einer Geschwindigkeit von etwa 4 Knoten das
Fanggerät. Die Kurrleinen führen zu den Scherbrettern (2), die das Netz
seitlich spreizen. Die Jagerleinen (3) zwischen Scherbrettern und
Netzflügeln (4) treiben die Fische in den Weg des Netzes Ein
Rollengrundtau (5) schützt das Netz vor Beschädigungen. Schwimmerkugeln
(6) halten das Netz nach oben hin offen. Über den Belly (7) gelangen die
Fische in den Steert (8) , in dem sie sich während des Schleppens
ansammeln.
Um Fische zu fangen,
die mitten im Wasser leben
(®
Pelagische Fische),
wie z. B. Thunfische, Barsche oder Anchovis werden
Schwimmschleppnetze (®
Schwebnetze) eingesetzt.
Manchmal benötigt man sogar zwei Boote, um diese riesigen Netze zu
ziehen. Man nennt sie dann
Gespannschleppnetze.
Zu den
Schleppnetzen zu rechnen ist auch der Hamen, ein Netzsack, der in
den Flüssen im scharfen Strom unter oder neben dem verankerten Fahrzeug
ausgesetzt wird und die mit dem Strom in ihn hineintreibenden Fische
aufnimmt. Der Hamen dient zum Fang von Aal, Neunauge, Stint.
Fischfang mit
Schleppnetzen ist zwar sehr effizient, hat aber auch ökologische Nachteile.
Schleppnetze, insbesondere Grundschleppnetze, wühlen den Meeresboden auf
und stören dadurch den natürlichen Lebensraum vieler Organismen.
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