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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Sauerstoff
Sauerstoff ist unter Normalbedingungen ein farb-, geruch-
und geschmackloses Gas. Es kondensiert bei tiefen Temperaturen zu einer
hellblauen Flüssigkeit. Unter Normalbedingungen hat Sauerstoff die
stabilen Existenzformen Disauerstoff O2 und Trisauerstoff O3
(® Ozon).
Die Sauerstoffgehalte im Wasser spielen in der Aquakultur eine große
Rolle. Biologische und biochemische Vorgänge hängen von der
Sauerstoffkonzentration ab, fast alle Organismen haben bestimmte
Mindestanforderungen an den 02 -Gehalt des Wasser.
Fische benötigen Sauerstoff zum Atmen. Der Sauerstoff ist in gelöster
Form im Wasser enthalten und wird von den Fischen durch die Kiemen, die
die Lungen der Fische sind, aufgenommen. Die meisten Fische öffnen und
schließen ihr Maul, wodurch das Wasser durch ihre Kiemen strömen kann.
Zum Überleben benötigen Fische ein sehr sauerstoffreiches Wasser. Die
meisten Organismen reagieren sehr empfindlich auf länger anhaltenden
Sauerstoffmangel (Salmoniden z.B. benötigen > 6 mg/l, Garnelen > 5
mg/l). Andere Arten sind weniger empfindlich.
Diverse Bakterien (fakultative Bakterien) können je
nach Bedarf auch ohne Sauerstoff leben. Die
®
Sauerstoffmessung
ist die wichtigste und am häufigsten durchgeführte Messung in
der Aquakultur
In Gewässern können sich periodisch die Sauerstoffgehalte
(z. B. im Tagesrhythmus) als auch durch äußere Einflüsse (z. B.
organische Verschmutzung) verändern. Sauerstoffmangel tritt insbesondere
bei höheren Wassertemperaturen auf, da der Sauerstoffsättigungswert des
Wasser temperaturabhängig ist. Je höher die Wassertemperatur, desto
weniger Sauerstoff kann gelöst werden.
Beispiele für den temperaturabhängigen Sättigungswert
(Normaldruck):
|
Temperatur |
Sättigungswert |
|
10 °C |
11,25 mg Sauerstoff/Liter |
|
20 °C |
9,08 mg Sauerstoff/Liter |
|