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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Stint
Der Stint (lat. Osmerus eperlanus) gehört zu den
lachsartigen Fischen. Er kann bis zu 30 cm lang werden, wird aber meist
mit 12 bis 18 cm gefangen. Sein Körperbau ist schlank mit einem stark
bezahnten Maul. Sein Vorkommen reicht von den Küstengewässern
Westspaniens bis Skandinavien. Die Fänge werden regional verschieden
verwertet.
Der Stint zieht im Winter in großen Schwärmen aus der Nordsee und
anderen Meeren zum Laichen in die Flußmündungen, z.B. die Elbe, um sich
an das Süßwasser zu gewöhnen bevor er im Frühjahr die Flüsse hinauf
zieht. Der Stint ist als Speisefisch sehr geschätzt und wird während
dieser Zeit mit
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Schleppnetzen,
sogenannten
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Hamen gefangen. Er wird meist gebacken und komplett (also mit
Gräten) gegessen.
Wegen seines intensiven Geruchs und Geschmacks wird der Stint auch
«Gurkenfisch» genannt. Er war früher ein Massenfisch. Anfang des 19.
Jahrhunderts war der Fang mit Netzen vom Elbufer aus so reichlich, dass
die Bauern ihr Federvieh damit fütterten und den Fisch als Dünger auf
den Acker warfen. Noch Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Stint
in fast jeder Hamburger Kneipe oder Kantine angeboten. Erst in der
Nachkriegszeit wurde er durch Hähnchen und Schweineschnitzel aus den
heimischen Pfannen verdrängt.
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