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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Muschelzucht
Die Muschelzucht ist entlang der Küsten der gesamten EU verbreitet (®
Miesmuschelzucht,
®
Austernzucht).
® Muscheln machen der Menge nach mehr als 60 % der Aquakulturerzeugung in
der EU aus, jedoch lediglich 30 % ihres Wertes.
Die Muschelzucht ist
eine verhältnismäßig alte und herkömmliche Wirtschaftstätigkeit, die
traditionell in kleinen und technisch einfachen Anlagen erfolgt, welche
im Familieneigentum befindlich sind. Die Haltung von Meeresweichtieren
erfolgt ohne künstliche Fütterung (extensive Aquakultur), da diese ausschließlich Naturnahrung
zu sich nehmen; aufgrund der Schwankungen des natürlichen Vorkommens an
Futter kann es jedoch zu Schwierigkeiten kommen, denn der
Schalentierertrag hängt von den klimatischen Bedingungen ab. Die
Rentabilität wird ferner durch das immer häufiger zu verzeichnende
Auftreten der toxischen
® Algenblüte beeinträchtigt bzw. durch
spezifische, lokale Umweltprobleme.
Auch Perlen produzierende Muscheln werden gezüchtet, da diese Muscheln
in der Natur sehr selten geworden sind. Zum Beispiel im asiatischen Raum werden
Perlmuscheln genauso auf Aquakulturen
gehalten, wie essbare Muscheln. Ihnen werden künstlich Sandkörner
eingepflanzt, aus denen sie dann Perlen produzieren (Zuchtperlen).
Die Muschel wehren diesen Fremdkörper ab auch Parasiten werden so
abgewehrt), indem sie sie
mit einer Schicht Perlmutt umgeben. Das ist die innerste Schicht der
Muschelschale. Die Perlmuttsubstanz wird von Drüsen im Mantelepithel der
Muschel produziert und konzentrisch um den Fremdkörper geschichtet
es entsteht eine Perle. Die Perlen können anschließend geerntet werden,
ohne dass die Muschel getötet werden muss. Die Perlen können an der
Schale festgewachsen sein (Schalenperlen) oder frei in der Muschel
liegen(Mantelperlen).
Weitere Informationen:
®
Muschelbilder
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