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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Miesmuschelzucht
Die Miesmuschel ist
eine lange blauschwarze 60...80 mm große in allen Meeren verbreitete
Muschel. Die Größe schwankt erheblich nach den Standortbedingungen.
Miesmuscheln der Familie Mytilidae werden in größerem Umfang
gehalten und geerntet. Die intensive und extensive Haltung
(®
Aquakultursystemen)
von Mytilus edulis
und Mytilus galloprovincialis ist in Europa weit verbreitet. Die
europäischen Miesmuschel-Arten wurden in den letzten beiden
Jahrhunderten weltweit verbreitet. Im Rahmen der Produktion von
Miesmuscheln kam und kommt es zur Ausbildung von Hybriden mit den
jeweils einheimischen Miesmuscheln.
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Muschelbrut (Jungmuscheln) wird von Wildbänken entnommen oder mit
ausgelegten Schnüren, woran sich die jungen Larven festsetzen, gefangen
und auf geeigneten Kulturflächen weitergezüchtet. Eine Methode ist Zucht
an Holzpfählen (Pfahlmuscheln), wobei die Schnüre mit den jungen Larven
um Holzpfahle gewickelt werden. Diese Holzpfähle können dann vom Wasser
im Rhythmus der Gezeiten umspült werden.
In der
Mittelmeerregion wird die Methode der
®
Muschelzucht an hängenden
Leinen/Schnüren betrieben (Hängemuscheln). Die Leinen hängen an sog.
Tischen und immer vom Wasser umspült. Diese Methode eignet sich für
Regionen mit schwachen Gezeiten. Spanien (Galicien), Italien und Holland
gelten als die Hauptproduzenten von Miesmuscheln.
Auch
rund um die Nordsee werden viele Miesmuscheln gezüchtet.
In Niedersachsen wird eine 1300 Hektar Kulturfläche, die sich
überwiegend in der Ems- und in der Jademündung befinden, bewirtschaftet.
Die Besatzmuscheln werden hier auf unter Wasser gelegenen Kulturflächen
ausgebracht
(extensive Haltung).
Dort reifen sie in ein bis zwei Jahren bis zur so genannten Konsumgröße
heran und werden dann zum Verkauf abgeerntet bzw. abgefischt.
Weitere Informationen:
®
Die Miesmuschel
®
Niedersächsische Muschelfischerei
®
Miesmuscheln im Wattenmeer
®
Miesmuschel-Aquakultur an langen
Leinen
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