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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Mangrove
Die Mangrove ist ein komplexes
® Ökosystem in
den tropischen Regionen der Erde. Die Hauptverbreitungsgebiete der
Mangroven liegen in den Tropen und hier vor allem im südostasiatischen
Raum, Südamerika und Australien.
Sie ist ein immer grüner tropischer
Wald mit niedrigen Strauch- oder Waldformationen an ruhigen und flachen
Meeresküsten und Flussmündungen, die kontinuierlich mit Meer- und Brackwasser versorgt
sind. Mangroven werden auch Gezeitenwald genannt, da die Standorte der
Mangroven unter dem Einfluss der Gezeiten periodisch überflutet oder
beeinflusst werden. Bei Flut ragen nur die Kronen aus dem Wasser heraus,
bei Ebbe werden die Wurzeln sichtbar.
Wo andere Pflanzen dem Einfluss von Salz, Wasser und
Wind weichen, haben sich Mangroven an die Bedingungen der tropischen
Küsten mit dem Wechsel von Flut und Ebbe angepasst. In den
Mangrovenwäldern existieren eine Vielzahl von Fischen und
®
Garnelen. Auf
den Wurzeln siedeln Algen, Seepocken und Muscheln. Im Schlamm bauen
Winker- und Mangrovenkrabben ihre Höhlen. Weiterhin dienen die
Mangrovenwälder als natürliche Aufwuchsgebiete für verschiedene Fisch- und
Garnelenarten.
Aufgrund der guten
Wasserversorgung und der geschützten Lage der Mangrovenwälder, haben
sich insbesondere Shrimp- und Fischfarmen in diesen Gebieten angesiedelt.
Mit Hilfe von Dämmen werden Becken angelegt und mit dem Wasser aus den
umgebenden Mangrovenwäldern versorgt. Die Folge
ist eine Abholzung der Mangrovenwälder und eine negative Veränderung des
Ökosystem Küste. Weltweit hat sich der Bestand der Mangrovenwälder im
letzten Jahrhundert stark reduziert. Es wird geschätzt, dass der Bestand
an Mangroven weltweit seit 1900 um 50 % zurückgegangen ist
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