|
Lexikon
der Aquakulturtechnik
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Kiemenatmung
Die meisten Fische
nehmen Sauerstoff durch die Kiemen auf.
Bei der Atmung wird in den Zellen durch schrittweisen
Abbau von hochmolekulare, energiereichen Verbindungen zu energiearmen,
niedermolekularen Stoffen unter Sauerstoffverbrauch Energie gewonnen.
Diese biologische Oxidation bezeichnet man als innere Atmung. Der
benötigte Sauerstoff muss aus der Umgebung (Luft oder Wasser) an die
Zellen geführt werden und das Abfallprodukt CO2 muss
abgeführt werden.
Die innere Atmung ist ein fundamentaler, bei allen Lebewesen im
wesentlichen übereinstimmender Vorgang. Als Typen der Atmung sind
bekannt die Hautatmung, die Kiemenatmung, die Tracheenatmung (Insekten)
und die Lungenatmung.
Fische haben in Anpassung an das Leben im Wasser Kiemen ausgebildet.
Dies sind dünnhäutige Ausstülpungen der Körperoberfläche, die reich
durchblutet sind. Sie liegen an verschieden Stellen des Körpers:
-
bei
Würmern und Krebsen an deren Extremitäten
-
bei
Muscheln in der Mantelhöhle
-
bei
Fischen an den Kiemenspalten im Vorderdarm
Bei den
® Knochenfischen werden die Kiemendeckel überdeckt. Das Wasser
wird in der Mundhöhle aufgenommen und über die Kiemenspalten nach außen
gedrückt. Über die Kiemenblättchen wird der Sauerstoff durch
®
Diffusion aufgenommen.
Ein auf dem Trocknen liegender Fisch erstickt, da seine Kiemenblättchen
verkleben.
Viele Filtrierer (®
Muscheln,
®
Austern, Walhaie) sammeln mit den Kiemen auch Nahrung.
|