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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Garnelenzucht
® Garnelen haben für die
Fischwirtschaft weltweit eine große Bedeutung. Sie werden wild gefangen
und auch in der
®
Aquakultur gezüchtet.
Die Familie der
Panaeidae stellt in den Tropen (Südamerika, Asien) die wichtigste kultivierte Garnalenart
dar. Vor allem werden die Gattungen Penaeus (P.) im Salzwasser und die
Gattung
® Macrobrachium
im Süßwasser gezüchtet.
Die Größe der Garnelen
richtet sich nach der kultivierten Arten und dem Erntezeitpunkt. Der
Erntezeitpunkt richtet sich nach dem Bedarf bzw. der Nachfrage der
Konsumenten. Der
®
P. Monodon (Black Tiger Shrimp) hat eine Wachstumsrate
von 21...33 g in 80...120 Tagen und der
®L. vannamei (Whiteleg Shrimp)
von 7...23 g in 60...150 Tagen je nach Besatzdichte, Futterqualität und
Kultivierungssystem. Die
Wachstumsraten unterscheiden sich jedoch bei gleichen
Wachstumsbedingungen auch von Zuchtzyklus zu Zuchtzyklus.
Gezüchtet werden Garnelen
in verschiedenen Kultivierungsystemen (®
Aquakultursystemen).
Eine weitverbreitete Unterteilung bezieht sich auf die Intensität des
Managements innerhalb der Aquakultur (den Flächenbedarf, die
Besatzdichte, Futterbedarf, Medikamente etc.). Es können grundsätzlich
vier
Systeme unterschieden werden. Diese Unterscheidung wird vorrangig für
die
Garnelenzucht angewendet:
-
Super-intensiv Haltung
Hohe Besatzdichte(150...200 PL/m2);
geschlossene Kreislaufsysteme mit hohem Technisierungsgrad;
Mastfutter; Larven aus
Zucht vom Ei bis
zum adulten Tier.
-
Intensiv Haltung Hohe Besatzdichte (150...200 PL/m2); Beckensysteme;
Kreislaufsysteme; Mastfutter; Larven aus Zucht vom Ei bis
zum adulten Tier.
-
Semi-intensiv Haltung Geringe Besatzdichte (20..50 PL/m2); Teiche, Becken;
Netzgehegen; Mastfutter; Larven aus Wildfängen oder Zucht
-
Extensive Haltung Geringe Besatzdichte;
®
Mangroventeiche, große Erdteiche, geringe
bis keine Zufütterung; Larven aus Wildfängen. Extensive Haltung
wird meist als Polykultur betrieben: Zucht von
verschieden Fischarten in einem System/Teich z. B. Reisfelder.
Shrimpfarmen beziehen ihre
®
Postlarven
(PL's) von externen
® Hatcheries
(Aufzuchtstationen) bzw. haben bei sehr grossen Betrieben aus eigenen Hatcheries. In den Hatcheries durchlaufen die Larven drei Larvenstadien:
Naupilus Protozoea Mysis.
Innerhalb dieser Stadien
existieren je nach Garnelenart noch weitere unterschiedliche Substadien.
Mit dem Postlarvenstadien (PL) ist die Garnele mit allen Organen gereift
und wird an die Mastbetriebe (Growout) verkauft bzw. weitergegeben.
Das schnelle Wachstum der Shrimpindustrie hat vielfältige ökonomische
und ökologische Probleme in den betroffenen Ländern verursacht. Aufgrund
der technologischen Entwicklungen - verschiedenste Chemikalien
ermöglichen eine höhere Besatzdichte und schnelles Wachstum auch bei
hoher Besatzdichte - kommen eine Vielzahl chemischer Hilfsmittel zum
Einsatz (Antibiotika, Hormone, Pestizide, Düngemittel etc.).
Ein
besonderes Problem ist der relativ hohe Platzbedarf der Shrimpfarmen und die damit
verbunden Zerstörung zahlreicher wichtiger Ökosysteme (®Mangrove) in zahlreichen Ländern. Neue Ökostandards, ökologische Zertifizierungen und
Biolabels versuchen nachhaltiges Shrimpsfarming zu fördern.
Die Garnelenzucht hat
weltweit einen mengenmäßig geringen Anteil an der weltweiten
Aquakulturproduktion (unter 3% 2000) ist aber wertmäßig der Marktführer
mit 6,9 Mrd. US-$ (12%,) (FAO 2000). Als hochpreisiges Produkt sind
tropische Garnelen stark abhängig von der internationalen Nachfrage.
Rezensionen in den Nachfrageländern (z. B. Asienkrise) lassen die Preise
ständig schwanken.
Weiterführende Informationen:
® Soziale
und ökologische Kosten der Shrimps-Aquakultur
® Shrimp-Aquakulturen
®
Shrimpsproduktion in Ecuador
®
Krebstiere in der Aquakultur
®
Erzeugung von Shrimps im
geschlossenen Kreislauf
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