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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Filtration
Unter Filtration wird in der Wasseraufbereitung das
Entfernen von Stoffen aus Wasser/Abwasser bei einer Passage durch
körnige und/oder poröse Materialien verstanden. Es erfolgt eine Trennung
des Flüssigkeits-Feststoff-Gemisches in seine Komponenten
Klarflüssigkeit (Filtrat) und Feststoff.
Im Vergleich zur Sedimentation erfolgt die Abtrennung der
suspendierten Feststoffe schneller und vollständiger. Mit der Filtration
lassen sich auch Feststoffe abscheiden die aufgrund ihrer geringen
Dichte und Größe schlecht absetzen. Filterapparate benötigen einen
geringeren Platzbedarf als Sedimentationsbecken (Klärbecken).
Das Gewinnen von Filtraten wird Klärfiltration genannt (Feststoff
< 0,1%) und das Gewinnen von Rückstand und Filtrat Trennfiltration
(Kuchenfiltration). Neben diesen Suspensionsfiltrationen gibt es noch die
®
Membranfiltration.
Weiterhin wird zwischen der Oberflächen- und
Tiefenfiltration unterschieden. Von einer Oberflächenfiltration
spricht man bei einer Siebwirkung oberhalb der Filterschicht. Die Poren
der Filterschicht sind kleiner als die Schwebstoffe der Suspension. Bei
der Tiefenfiltration findet die Filtration innerhalb des Filtermaterials
(Sand- und Kiesfilter) statt.
Bei der Tiefenfiltration mittels Sand- und Kiesfilter werden
verschiedene Filtertypen eingesetzt:
-
Langsamfilter Der Langsamfilter ist mit Schichten aus Kies und Sand, je nach
Einsatz mit unterschiedlicher Körnung, bestückt. Die
Filtergeschwindigkeiten betragen etwa 0,05...0,25 m/h. Die Langsamfilter
werden in spülbare und nicht spülbare Filter unterteilt.
-
Schnellfilter Der Schnellfilter wird mit mehreren m/h betrieben und ist mit einer
Füllung aus Kies und Sand befüllt. Durch Rückspülen kann die gesamte
Filterfüllung gereinigt werden. Schnellfilter werden in spülbare Einschichtfilter und spülbare
Mehrschichtfilter unterteilt.
Mehrschichtfilter sind Schnellfilter mit Füllungen aus
Schichten von Filtermaterialien, deren Dichten und Korngrößen so
abgestimmt sind, daß bei der Filtration der Durchgang des Wassers von
der grobkörnigen in die feinkörnige Schicht erfolgt und das der Aufbau
nach einer Rückspülung erhalten bleibt.
Die Filter werden in offener und geschlossener Bauweise
hergestellt. Offene Filter sind nicht allseitig geschlossen und stehen
mit der Atmosphäre in direkter, nicht absperrbarer Verbindung. Die
geschlossenen Schnellfilter stehen mit der Atmosphäre nicht in Kontakt
und sind allseitig geschlossen (Be- und Entlüftungsarmaturen sind
vorhanden).
Schnellfilter können auch als Trockenfilter
ausgelegt werden. Hierbei ist das gekörnte Filtermaterial während der
Filtration gleichzeitig von Wasser und Luft durchströmt.(®Tropfkörperverfahren)
Zur Verbesserung, Optimierung oder selektiven Entfernung
von Wasserinhaltstoffen werden diverse Filtrationsverfahren angewendet.
Zur Wasseraufbereitung wird u.a die Flockungsfiltration
und Flockenfiltration eingesetzt.
Die Flockungsfiltration ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Flockung im Überstauraum des Filters und im
Filterbett abläuft.
Bei der Flockenfiltration werden fertig ausgebildete
Flocken aus der Flockungsstufe dem Filter zugeführt. Als Flockung
wird die Erzeugung von Flocken, die gelöste oder suspendierte
Wasserinhaltsstoffe adsorbieren oder koagulieren, durch Zusatz von
Chemikalien bezeichnet.
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