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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Denitrifikation
Als Denitrifikation wird die anaerobe (unter Ausschluss von Sauerstoff)
biologische Überführung von Nitrat (NO3) in elementaren Stickstoff (N2) bezeichnet.
NO3 ->
NO2 -> N2
Die Fähigkeit der Denitrifikation ist
bei vielen Bakterienarten vorhanden. In artenreichen
®
Biozönosen sind
daher meistens Denitrifikanten vorhanden. Tritt Sauerstoffmangel ein,
wechseln die Denitrifikanten zu der Nitrat-Atmung (Denitrifikation).
Voraussetzung ist das Vorhandensein von Nitrat (NO3) und
biologisch abbaubaren Substraten.
In der
® Abwasserreinigung wird die Denitrifikation verfahrenstechnisch
zur Nitrat-Elimination sowohl als Belebtschlammverfahren als auch
mittels Festbettverfahren
(® Biofilter) ausgenutzt.
Sie wird hauptsächlich in Kombination mir der
®
Nitrifikation angewendet.
Folgende Grundvoraussetzung müssen zur Denitrifikation
bzw. zum Wachstum der Denitrifikanten erfüllt sein:
-
Ausreichende Menge an Denitrifikanten
(Einarbeitungszeit)
-
Sauerstoff muß im Wasser in chemisch gebundener
Form als Nitrat/Nitrit-Ionen vorhanden sein (anoxische Verhältnisse).
Zur Denitrifikation kommt es jedoch auch, wenn eine geringe
Sauerstoffkonzentration im Abwasser vorhanden ist, da durch die
Atmungsaktivität der Bakterien der Sauerstoff im Innern von
Belebtschlammflocken und in tieferen Schichten von Biofilmen
verbraucht sein kann.
-
Es müssen biologisch abbaubare organische
Substrat vorhanden sein (sind nicht genügend Substrate vorhanden,
müssen sie zugeführt werden z. B. Methanol). Die vollständige Denitrifikation erfordert eine ausreichende Substratzufuhr. Je Gramm
Nitrat-Stickstoff werden z. B. 2,32 g Glukose oder 2,48 g Methanol
benötigt.
-
Kontrolle des pH-Wertes. Der optimale pH-Wert
liegt bei 6,5 bis 7,5. Die bei der Denitrifikation
gebildete Alkalität wirkt dem Absinken des pH-Wertes durch die
Nitrifikation entgegen.
Weitere Informationen:
®
Nitrifikation und Denitrifikation
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