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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Biochemischer Sauerstoffbedarf
Der biochemische Sauerstoffbedarf (BSBn)
(engl.
BOD - Biochemical oxygen demand) in [mg O2/L
oder mg BSBn/L] ist der gelöste molekulare Sauerstoff, der
von adaptierten Mikroorganismen in n Tagen zum oxidativen Abbau der
Kohlenstoffverbindungen bei 20°C verbraucht wird. Der BSB ist somit ein
indirektes Maß für die Summe aller biologisch abbaubaren organischen
Stoffe im Wasser (®
Summenparameter).
Im Wasser tragen vor allem Mikroorganismen und insbesondere
Bakterien zum Abbau der Kohlenstoffverbindungen bei. Die
Messung des biologischen Sauerstoffbedarfs kann somit die
Abbauleistung der Mikroorganismen bzw. die Menge an
biologisch abbaubarem organischen Kohlenstoff anzeigen. Je
höher der Sauerstoffbedarf desto höher ist der
Verschmutzungsgrad bzw. der Gehalt an biologisch abbaubaren
organischen Stoffen im Wasser.
Der BSBn wird
ermittelt, indem eine verdünnte Abwasserprobe mit Mikroorganismen
angeimpft wird und n Tage lang bebrütet wird. Temperatur,
®
pH-Wert,
Licht, Nährstoffangebot und Reaktionszeit sind nach Standardbedingungen
festgelegt. Der BSB - Wert wird heute nach der international anerkannten
Verdünnungsmethode in Flaschen durchgeführt.
BSB5 - Werte organischer Verbindungen:
|
Substanz (1%ge) |
BSB5
[mg/L] |
|
Essigsäure |
700 |
|
Methanol |
960 |
|
Ethanol |
1350 |
|
Stärke |
680 |
|
Phenol |
1700 |
|
kommunales Abwasser |
ca. 300 |
Weitere Informationen:
DIN (1991b). Bestimmung des Biochemischen Sauerstoffbedarfs in Tagen
nach dem Verdünnungsprinzip (Verdünnungs-BSBn) (H51). In: Deutsche
Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung, edited
by Normenausschuß Wasserwesen (NAW) im DIN Deutsches Institut für
Normung eV, Beuth Verlag, Berlin.
EN1899-1 (1999). Bestimmung des Biochemischen Sauerstoffbedarfs in Tagen
nach dem Verdünnungspinzip (Verdünnungs-BSBn). In: Deutsche
Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung, edited
by H 51,Wiley-VCH, Berlin.
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