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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Beifang
Als Beifang (engl.
bycatch) wird der Fang von Arten bezeichnet, die nicht das erklärte Ziel
der jeweiligen Fischereimethode sind: verschiedene Fischarten und andere
Tiere sind betroffen. Besonders Treibnetze und Kiemennetze (®
Schwebnetze), aber auch
Langleinen (®
Leinen) für z. B. den Tunfischfang tragen zu einem unkontrollierten
Beifang bei (Seevögel, Schildkröten).
Die höchste Rate an
unbeabsichtigt mit gefangener Arten ist mit der Shrimp-Fischerei
verbunden. Für jede Tonne Shrimps werden circa sieben Tonnen Fisch als
nicht verwertbarer Beifang tot über Bord gekippt. Die Shrimps haben
zwar nur einen zweiprozentigen Anteil der gesamten Weltproduktion an
Meeresprodukten, ihre Fischerei ist dabei aber für 30 Prozent des
Beifanges verantwortlich. Unter den Beifang fallen dabei nicht nur
zahlreiche Fischarten, sondern auch die Seeschildkröte, für die an den
US-Küsten die Shrimpfischerei mittlerweile als häufigste Todesursache
gilt.
"Beifangprobleme
bestehen auch in der Langleinenfischerei.
Bei dieser an sich sehr selektiven Fangmethode werden erhebliche Mengen
an Seevögeln mit gefangen, und zwar dadurch, dass sich die Tiere beim
Setzen der Leinen in die Köder verbeißen und am Haken hängen bleiben.
Genaue Zahlen über die Umstände und den Umfang des Seevögel-Beifangs
sowie die Artenzusammensetzung der getöteten Tiere gibt es bislang noch
nicht. Die Food and Agriculture Organization (FAO) hat sich des Problems
angenommen und im Jahr 1999 im Zusammenhang mit dem Verhaltenskodex für
verantwortungsvolle Fischerei einen Aktionsplan zur Verminderung des
Beifangs an Seevögeln in der Langleinenfischerei verabschiedet.(...)
Die
deutsche Fischerei setzt keine Langleinen ein. (aus
®
Tierschutzbericht 2003).
Weitere Informationen:
®
Mitgefangen mitgehangen.
Die Verschwendung von Beifang
®
Was versteht man unter Beifang
®
Bis zu 30 Kilogramm Beifang für eine
Handvoll Garnelen
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