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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Bakterien
Bakterien (lat. Bacteria) sind
Mikroorganismen und gehören zu den Prokaryonten (kein Zellkern). Sie
sind ca. 0,5...10 µm große Einzeller. Der Zellkörper kann kugelig,
stäbchenförmig, kommaförmig oder schraubig gedreht sein. Bakterien
können sich mittels u. a. mit Geißeln fortbewegen oder sind unbeweglich.
Bakterien leben um sich zu vermehren und dies erfolgt durch Teilung. Für
ihre Lebenstätigkeit bzw. Zellsubstanz benötigen sie
®Nährstoffe.
Hauptnährstoffe sind Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Phosphat,
Kalium und eine weitere Anzahl von Spurenelementen. Nach Herkunft des
Zellkohlenstoffs werden die Bakterien grob in heterotrophe
und
autotrophe Bakterien eingeteilt.
Die heterotrophen Bakterien benötigen
organischen Kohlenstoff (COH-Verbindungen) und die autotrophen Bakterien
anorganischen Kohlenstoff (CO2) zum Zellaufbau (® Photosynthese,
® Chemosynthese).
Der Stoffwechsel kann, je nach Bakterienart, sowohl unter
® aeroben als
auch anaeroben Zuständen stattfinden.
In der Aquakulturtechnik
werden Bakterien zur Abwasser- bzw. Produktionswasseraufbereitung
eingesetzt (®
Biofilter).
Die gelösten Wasserinhaltsstoffe werden von den Bakterien aufgenommen
und zu einem Teil zu Organismusmasse (Baustoffwechsel) verarbeitet bzw.
zur Durchführung von Synthesevorgängen (Energiestoffwechsel) verbraucht.
Von den autotrophen Bakterien sind vor allem die nitrifizierenden
Bakterien, die Nitrifikanten (®
Nitrifikation)
von Bedeutung. Den Großteil der Bakterien in der
® Abwasserbehandlung machen die heterotrophen Bakterien aus. Sie vermögen
fast alle natürlichen und künstlichen organischen Substanzen zu
verarbeiten. Sie spielen deshalb im Kreislauf der Stoffe eine wichtige
Rolle.
Bakterien, die als Parasiten in anderen Lebewesen leben, können Erreger
von Krankheiten bei Mensch und Tier sein (Pathogene Bakterien).
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