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Lexikon
der Aquakulturtechnik
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Aal
lat.: Anguillidae
Der Aal gehört zu der Familie der
Aalartigen (lat. Anguilliformes), einer artenreichen Familie der
® Knochenfische. Der Körper ist schlangenförmig, Rücken-, Schwanz- und
Afterflosse bilden einen einheitlichen Flossensaum.
Aale leben zeitweise in Süsswasser. In Europa ist der Flußaal
(Europäischer Aal) weit verbreitet. Die Weibchen können bis zu 1m lang
werden. Vom Flußaal sind zwei Arten zu unterscheiden, der vorwiegend
fischfressende Breitkopfaal und der von Würmern und Insekten lebende
Spitzkopfal.
Nach 9 bis 12 ährigen Aufenthalt im Süsswasser wandern die Aale
meerwärts. Diese sogenannten Blankaale ziehen über den Atlantik bis an
das Sargassomeer (Teil des offenen Atlant. Ozean, zwischen den Azoren,
den Bermudas und den Westind. Inseln), laichen dort in großer Tiefe und
verenden. Die aus den Larven schlüpfenden Jungfische gelangen im Laufe
von 3 Jahren mit dem Golfstrom an die europäischen Küsten zurück. Hier
wandern sie die Flüsse hinauf und wandeln sich zu Jungaalen (Glasaale).
Der Flußaal hat eine große
wirtschaftliche Bedeutung in der Fischereiwirtschaft. Der Fang erfolgt
mit
® Reusen,
Aalkörben, Netzen und Grundangeln. Teilweise wird er als Glasaal
ausgesetzt oder in Aquakulturanlagen gezüchtet und gemästet.
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