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Fisch
Wie für die meisten anderen Mitgliedstaaten
gilt auch für Polen, dass der Fischereisektor mit weniger
als 1 % des BIP nur einen geringen Anteil an der
Volkswirtschaft hat, jedoch in den Küstenregionen in
wirtschaftlicher wie auch gesellschaftlicher Hinsicht einen
hohen Stellenwert besitzt. Trotz der negativen
Außenhandelsbilanz (-137,5 Mio. ?) machen die Exporte von
Fischereierzeugnissen rund 10 % aller Nahrungsmittelexporte
aus. Von den rund 30 000 Beschäftigten des Fischereisektors
sind 50 % in der Verarbeitungsindustrie tätig.
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Fischerei
Die polnische Fischereiflotte erzielt Gesamtfänge
von 225 000 t (2001). Wichtigstes Fanggebiet ist die
Ostsee. Rund 400 Kutter (15-50 m) und 860 Boote (unter
15 m) fischen in polnischen Gewässern. Im Jahr 2001
wurden in der Ostsee 156 500 t Fisch gefangen
(hauptsächlich Sprotte, Hering und Dorsch). Die
Hochseeflotte, deren Aktionsradius einst bis in die
Antarktis, zu den Falklandinseln und in die Beringsee
reichte, ist in den letzten Jahren stark geschrumpft und
bestand Anfang 2004 nur noch aus drei Schiffen.
Insgesamt weisen die Schiffe ein hohes
Durchschnittsalter auf (30 Jahre); wobei allerdings
einige Fischkutter technisch modernisiert wurden. Die
polnische Fangflotte beschäftigt 5 400 Fischer.
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Aquakultur
In Polen gibt es mehr als 1 000 Betriebe im Bereich der
Aquakultur und Binnenfischerei. Von diesen sind ca. 300
auf Karpfenzucht und 150 auf die Zucht von
Regenbogenforellen spezialisiert, die übrigen betreiben
Binnenfischerei. Die Aquakulturproduktion erreicht ein
Gesamtvolumen von rund 35 500 t im Wert von etwa 72 Mio.
?. Die Jahresproduktion von Karpfen und
Regenbogenforellen beläuft sich auf 22 000 bzw. 11 000
t. Lachse und Forellen werden auch zur Wiederaufstockung
der Bestände für den gewerblichen Fischfang und die
Sportfischerei gezüchtet. Flüsse, Seen und
Süßwasserreservoirs mit einer Fläche von insgesamt 600
000 Hektar werden von den polnischen Berufsund
Hobbyfischern genutzt. Die Berufsfischer fangen jährlich
ca. 5 000 t Süßwasserfische, die Sportfischer meist
Angler rund 40 000 t. In den Aquakultur- und
Binnenfischereibetrieben sind 4 500 Personen
beschäftigt.
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Fischereierzeugnisse
Die Verarbeitungsindustrie verzeichnet seit einigen
Jahren hohe Wachstumsraten und hat momentan einen Anteil
von 2 % an der wertmäßigen Produktion der polnischen
Nahrungsmittelindustrie. Ende 2003 gab es 340
Fischverarbeitungsbetriebe. Die Gesamtproduktion im
Verarbeitungsbereich beläuft sich auf ca. 273 000 t; die
wichtigsten Erzeugnisse sind Fischkonserven sowie
frisches und gefrorerenes Fischfilet. Diese Branche hat
rund 14 000 Beschäftigte.
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EU-Förderung für die Umstrukturierung
Fördermittel für den EU-Fischereisektor werden im
Rahmen des Finanzinstruments für die Ausrichtung der
Fischerei (FIAF) gewährt. Für die Umstrukturierung des
polnischen Fischereisektors stellt das FIAF im Zeitraum
2004-2006 Mittel in Höhe von 200 Mio. ? bereit. Das Ziel
besteht darin, die Fangkapazität der Flotte besser auf
die vorhandenen Fischereiressourcen abzustimmen und so
zu deren nachhaltiger Bewirtschaftung beizutragen. Dies
soll in erster Linie durch die Abwrackung von
Fischereifahrzeugen geschehen. Vorgesehen sind außerdem
bedeutende Investitionen in die Aquakultur-,
Verarbeitungs- und Hafenanlagen sowie die
Subventionierung sozioökonomischer Maßnahmen zur
Milderung der Auswirkungen des Flottenabbaus.
Quelle:
Amt für amtliche
Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaft

Statistiken
Gesamte
Produktion von Fischereierzeugnissen (2001)
(Fänge und Aquakultur) |
260.522 t |
| Gesamtfänge |
225.062 t |
Die fünf wichtigsten
Arten:
| Sprotte |
85.757 t |
| Hering |
37611 t |
| Kabeljau |
23.309t |
| Alaska-Pollack |
16.590 t |
| Krill |
13.696 t |
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| Gesamte
Aquakulturerzeugnisse (2001) |
35.460 t bzw.
71.706.000 ? |
Die fünf wichtigsten
Arten:
| Karpfen |
22.000 t |
| Regenbogenforelle |
11.000 t |
| Karpfenfische |
1.500 t |
| Stör |
300 t |
| Raubwels |
160 t |
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| Pro Kopf
Verbrauch (Pro Kopf Angebot) von
Fischereierzeugnissen (1999) |
9,6 kg/(Kopf·Jahr) |
| Gesamtexporte
von Fischereierzeugnissen (2001) |
179.228 t bzw.
275.521.000 ? |
davon
| |
t |
? |
| Frisch, gekühlt
oder tiefgefroren |
111.237 |
136.876.000 |
| Gesalzen,
geräuchert oder getrocknet |
4.826 |
30.595.000 |
| Fertiggerichte
und Konserven |
38.358 |
76.868.000 |
|
| Gesamtimporte
von Fischereierzeugnissen (2001) |
280.895 t bzw.
413.027.000 ? |
davon
| |
t |
? |
| Frisch, gekühlt
oder tiefgefroren |
234.191 |
342.192.000 |
| Gesalzen,
geräuchert oder getrocknet |
1.010 |
3.882.000 |
| Fertiggerichte
und Konserven |
17.838 |
31.859.000 |
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| Exporte von
Schalen und
Weichtieren (2001) |
|
| |
t |
? |
| Frisch, gekühlt
oder tiefgefroren, getrocknet,
gesalzen |
8.401 |
7.701.000 |
| Fertiggerichte
und Konserven |
1.322 |
13.995.000 |
|
| Importe von
Schalen und
Weichtieren (2001) |
|
davon
| |
t |
? |
| Frisch, gekühlt
oder tiefgefroren, getrocknet,
gesalzen |
4.105 |
14.470.000 |
| Fertiggerichte
und Konserven |
557 |
3.903.000 |
|
| Exporte von
Mehlen und Solubeln
(2001) |
|
| |
t |
? |
| Fertige und
Konservierte Produkte |
14.655 |
8.875.000 |
|
| Importe von
Mehlen und Solubeln
(2001) |
|
davon
| |
t |
? |
| Fertige und
Konservierte Produkte |
21.444 |
13.916.000 |
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Quelle:
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen
Gemeinschaft

Adressen
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| Vereine, Verbände und Gesellschaften |
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